Im Vorfeld der Wahlen kam es, wie schon in den Jahren zuvor, zu einem heftigen Wahlkampf. Während Präsident Yoweri Museveni, der für seine Partei, die NRM, kandidierte, laut Presse bis zu 12 mal mehr Geld für den Wahlkampf zur Verfügung hatte, als seine zwei starken Herausforderer, waren auch deren Wahlveranstaltungen immer gut besucht.
Doch was sind nun die Unterschiede der Parteien bzw. der Präsidentschaftskandidaten?

Wahlplakate und Polizist

Wahlkampf in Uganda ©Kling-Prein

Musveni, seit 1986 an der Regierung, seit 2006 mit Mehrparteiensystem, seither Präsident der NRM (National Resistance Movement) warb mit der Farbe gelb um Beibehaltung des bisherigen Entwicklungsweges:
„Steady progress, taking Uganda to modernity through jobs creation and inclusive development“. So soll der bisherige Weg der Entwicklung weitergeführt, Jobs kreiert und damit Entwicklung erreicht werden.
Sein Herausforderer Kizza Besigye vom Forum for Democratic Change (FDC) ist zwar nicht mehr Parteipräsident (das ist seit September 2012 Mugisha Muntu) jedoch kandidierte Besigye entgegen seiner früheren Aussagen erneut bei den Wahlen 2016, nun bereits zum vierten Mal. Sein Motto:
„The FDC  is committed to offer a brand of politics and public service leadership that is transformative, selfless, and patriotic.“  Sie warben mit der blauen Farbe um ihren Wechsel.

Schließlich war dieses Mal ein weiterer, zunächst aussichtsreicher Kandidat mit im Spiel, der frühere Premierminister, Amama Mbabazi. Sein Motto: „Go forward“. Trotz heftigem Wahlkampf mit unzähligen Teilnehmern seiner Kampagnen erzielte er nur 1,4 % der Stimmen.

Der alte Präsident ist der neue, Museveni erzielte 63,5 % der Stimmen, sein stärkster Herausforderer Besigye 35,4 %. Die Wahlen verliefen im Großen und Ganzen ruhig. Aufregung gab es v.a. in der Hauptstadt, ca. 5 % der Wahllokale erhielten die Unterlagen einige Stunden verspätet. Am Montag nach den Wahlen begannen im ganzen Land die Schulen, nach einer von höchster Stelle verordneten langen Ferienpause. Somit ist das Volk nun damit beschäftigt Schulgelder zu organisieren, die größte Herausforderung für fast jede Familie im ostafrikanischen Uganda.

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