Mit einer Gruppe Freiwilliger treffen wir uns zum Bau eines „fuel saving stove“ im village.
Im Vorfeld hatte die zukünftige Nutznießerin – wie geordert- die benötigte rote Erde besorgt und Kuhdung gesammelt.

fuel saving stove

Ein feuerholzsparender Ofen entsteht © M. Wolff

 

Irgendetwas ist jedoch falsch gelaufen und der Kuhdung ist mit Steinen durchsetzt. Aber ich bin ja schließlich hier um neue Lebenserfahrungen zu machen…! Also werden erst einmal die Steine entfernt. Später wird die kleingeklopfte Erde mit dem Kuhdung und Wasser vermischt und man merkt, wie es den Freiwilligen zunehmend Spaß macht in der matschigen Pampe zu wühlen. Sigmund Freud lässt grüßen!
Für die anwesenden Afrikanerinnen ist es sicher ein lustiger Anblick, alle diese Weißen, die singend den Lehm mit ihren Füßen vermischen oder mit den Händen kneten. So etwas bekommen sie nicht alle Tage geboten!
Im Laufe des Tages entsteht dann nach und nach der Herd, der für 2 Töpfe gedacht ist. Die Öffnung wird exakt an die Töpfe angepasst, so dass der Qualm nicht durch die Öffnungen entweicht, sondern durch den angeschlossenen Kamin. Ich bin sehr gespannt, muss mich allerdings noch einige Wochen gedulden, da der Herd vor der ersten Nutzung vollständig getrocknet sein muss.

feuerholzsparender Ofen

Feuerholzsparender Ofen © M. Wolff

Ich hoffe, dass er gut funktioniert, denn inzwischen haben weitere Mitglieder der Frauengruppe ihr Interesse bekundet und es wäre toll, wenn sich die Arbeitsbedingungen der Frauen zumindest in diesem Bereich ein bisschen verbessern würden. Die verqualmten Küchen sind wirklich ein absoluter Horror und die Beschaffung von Feuerholz ein echtes Problem.

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