Tierschmuggel und Artenschutz
Nashörner in Uganda

Nashörner im Ziwa Reservat

Wer Uganda schon einmal bereist hat wird sich an die abwechslungsreiche Landschaft mit der wunderbaren Vielfalt an Tieren erinnern. Doch was dem Touristen dabei oftmals entgeht, ist die Bedrohung der Arten. So wurden im Brüsseler Flughafen kürzlich 200 Chamäleons entdeckt, Ursprungsland: Uganda. Nur wenige hatten Papiere, einige sind bereits verendet. Ihnen steht jetzt ein Leben im Zoo bevor.

Im Ziwa Rhino Sanctuary werden Nashörner rund um die Uhr betreut. Sie sollen sich möglichst zahlreich vermehren, denn sobald eine ausreichende Anzahl der seltenen Tiere in Uganda lebt, werden sie wieder  in freier Wildbahn leben können. Früher waren Nashörner in Uganda heimisch, doch durch Wilderei wurden sie in den Jahren 1982/83 ausgerottet. Vor allem in asiatischen Ländern werden astonomisch hohe Preise für das Horn der Tiere bezahlt, um daraus lokale Medizin, vor allem mit angeblich aphrodisierender Wirkung, herzustellen. Dies lockt immer wieder Wilderer mit allen erdenklichen Methoden um die Tiere zu töten und das Horn aus dem Land zu schmuggeln. Somit hilft nur eine sehr kostenaufwendige Überwachung der raren Spezies. Dreizehn Breitmaulnashörner leben bereits wieder in Uganda, 11 davon im Ziwa Schutzgebiet, die beiden anderen im Zoo in Entebbe. Seit Bestehen des Schutzgebietes wurden bereits 3 Junge geboren, eins davon ein Weibchen Mitte 2011. Doch bei einer Tragzeit von 16 Monaten dauert es eine lange Zeit den Tierbestand wieder aufzubauen.

Doch es gibt auch Positives zu berichten: So berichtet der WWF von Fortschritten bei der Berggorillapopulation. Seit der Errichtung von grenzüberschreitenden Schutzgebieten über Teile der Dem. Rep. Kongo, Ruanda und Uganda konnte sich die Population wieder auf  780 Tiere erhöhen. Sie alle leben in dem Dreiländereck im sog. „Herzen Afrikas“.

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