“Kein Körperteil ist überflüssig”, so argumentierte Präsident Museveni zur Bannung der Genitalverstümmelung. Damit hatte auch die traditionelle Liga keine Argumente mehr. Uganda ist zwar weithin verschont von der Praxis der Genitalverstümmelung. Dies wird nur in Ostuganda, dort vorwiegend bei den Sabiny (Region Kapchorwa ) und den Pokot in Karamoja, praktiziert. Durch Aufklärung ging die Verstümmelungsrate vor allem in Kapchorwa zurück; nicht so im vernachlässigten Karamoja.

Die Beschneidung wird immer im Dezember der geraden Jahre durchgeführt. Im letzten Jahr waren ca. 500 Mädchen betroffen, 90 mehr als 2 Jahre zuvor. Im Moment verdienen die traditionellen Beschneiderinnen ca. 25 – 50 U$ pro Eingriff. Präsient Museveni stellte ihnen  alternative Einkommensmöglichkeiten in Aussicht.

Ein Anfang ist gemacht, auf Initiative eines Arztes im Parlament wurde eine Gesetzesvorlage erstellt. Sobald das Gesetz umgesetzt ist, droht Beschneiderinnen bis zu 10 Jahre Gefängnis, beim Tod des Mädchens ist gar die Todesstrafe für den Schuldigen im Gespräch.

Hohe Strafen für ausführende Ärzte und Eltern der betroffenen Mädchen, sind ebenfalls vorgesehen. Zwar räumt Dr. Chris Baryomunsi, der Initiator der Initiative, ein, dass die Beschneidung nach einem Verbot im Untergrund ausgeführt werden könnte; doch mit viel Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung könnte dies weitgehend vermieden werden. Auf alle Fälle hat der engagierte Arzt viele Unterstützer sowohl im Parlament als auch im ganzen Land für die Sache.

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