Mit einer 56-köpfigen Delegation ist Uganda derzeit beim Klimagipfel in Kopenhagen vertreten. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sieht Uganda schon lange: Der Spiegel des Viktoriasees sinkt, die Turbinen des Wasserkraftwerkes stehen im Trockenen. In Karamoja verlängern sich die extremen Dürreperioden, seit vier Jahren sind dort die Niederschläge extrem gering. Die Gletscher im Ruwenzorigebirge schmelzen. Das Schmelzwasser, das in den Semliki Fluss, der Uganda und die Dem. Rep. Kongo trennt, fließt, ändert den Verlauf des Flusses. Somit ist nicht mehr ganz klar, wo die Grenzen der beiden Länder liegen. Wäre in der Region kein Öl entdeckt worden, wäre das auch nicht so wichtig, doch nun kann es zu Konflikten führen.

Ebenso wird der Export  unter den Klimafolgen leiden. Im Moment steuert Kaffee einen Großteil der Ausfuhrprodukte bei, doch bei einer Erwärmung von 2 ° C ist in vielen Regionen kein Anbau der schwarzen Bohnen mehr möglich.

Die ugandische Regierung hat extra ein Klimawandel-Referat eingerichtet. Geleitet wird es von Mr. Aribo, einem der wenigen ugandischen Meteriologen.

Obwohl Uganda zu den ärmsten Ländern der Welt gehört und damit laut Kyoto Protokoll nicht die Emissionen reduzieren müsste, will die Regierung etwas tun. Schließlich wächst auch in Uganda der Verkehr, der Ausbau der Industrie ist eine Priorität der Regierung und bald soll Öl gefördert werden.

Wie die Massnahmen aussehen sollen, dafür gibt es zwar viele Ideen, die vom  Ausbau des öffentlichen Verkehrs, inklusive Ausbau der Eisenbahn bis hin zur Förderung der Alternativen Energien (das ist ein Schwerpunkt der deutschen EZ in Uganda) reichen. Doch bisher stehen noch kaum Finanzmittel zur Verfügung. Als ersten Schritt braucht Uganda erst mal Messstationen um die Temperatur- und Niederschlagsveränderungen überhaupt messen zu können.

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