Sandflöhe, oder auch “jiggers” genannt, sind Plagegeister die in manchen Regionen irgendwie zum Leben dazugehören. Betroffene klagen über eine juckende Stelle meist an den Füßen oder Zehen. Nachbarn raten dann irgendwann zum Öffnen der Pustel, Tropenärzte zum chirurgischen Eingriff. Heraus kommen massenweise winzige Eier. Dann ist der Spuk meistens auch schon vorbei. Sandflöhe lassen sich aber auch ganz einfach durch das Tragen von Socken oder geschlossenen Schuhen vermeiden.

Doch dass Sandflöhe Menschen derart plagen können, dass sie richtig krank werden oder gar sterben war auch mir neu. Genau dies geschieht derzeit in Busoga. Eine Familie wird der Plage kaum noch Herr und verlor sogar ihr Baby durch den Parasitenbefall. Massiver Sandflohbefall führt zu Anämie und Infektionen. Manche Familien sind seit Generationen befallen und sehen es als erbliche Erkrankung an. Andere fühlen sich verhext und gehen zum Heiler anstatt zum Arzt.

Ugandas Gesundheitsminister führt den massiven Sandflohbefall in neun Distrikten Busogas auf schlechte Hygiene und das Zusammenleben von Menschen und Tieren zurück. Dr. Mallinga beschuldigte Parlamentarier und Lokalpolitiker sie hätten Schuld der Misere, da sie nicht genug Wert auf Aufklärung im Bereich Hygiene und Verbesserung der Lebensumstände legen würden.

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