Jahrelang waren die Monarchen vom Königreich Toro stolz darauf einen gewichtigen Förderer in Muammar al Gaddafi zu haben. Gegenseitige Einladungen waren Höhepunkte vor allem Im Leben der Mitglieder der königlichen Familie. Nach dem Erdbeben in Fort Portal im Jahre 2003 und teilweiser Zerstörung des Königspalastes sprang auch der libysche Führer als Unterstützer ein.

Neu ist die Verbindung zu Gaddafi für Uganda nicht. Bereits Idi Amin hatte in ihm einen treuen Unterstützer.  Nicht zuletzt wurde Yoweri Museveni während seines Buschkampfes gegen das Obote Regime massiv von Gaddafi unterstützt. Der Westen sah diese Beziehung nach Amtsantritt von Museveni zunächst kritisch. Später schien sich die Rolle Libyens auf eine Art Patenschaft für das Königreich Toro mit seinem damals weltweit jüngsten König, Oyo, der im Alter von 3 Jahren gekrönt wurde, zu verschieben. Zur Amtseinführung von König Oyo, an seinem 18. Geburtstag war Gaddafi ebenfalls anwesend. Das Verhältnis Gaddafis und Musevenis litt nach und nach immer mehr, während der libysche Führer Ugandas Könige, die ja nur eine traditionelle Rolle inne haben, mehr beachtete als seinen Präsidenten, nicht zuletzt weil dieser nicht immer Gaddafis Meinung teilt.

Nun ist der sog. König der Könige, wie sich Muammar al Gaddafi selbst gern nennt, in der Bredouille. Viele Ugander setzen sich für ihn ein, allen voran die königliche Familie von Toro.

Die Afrikanische Union möchte einen Militärischen Einsatz in Libyen verhindern und bat u.a. Ugandas Präsident als Vermittler mit einigen afrikanischen Kollegen, aktiv zu werden.

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This article has 1 comments

  1. B. Haag-Funke

    Ich finde den Beirtag zur derzeitigen politischen klage sehr interessant. Ich hoffe für Uganda, dass sich Y. Museveni niemals ein Beispiel an Gadaffi nimmt.

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