Manchmal möchte man meinen Umwelt geht nur die Erwachsenen an, die Konferenzen abhalten und Pläne schmieden. Hier ein Beispiel wie auch die Kinder involviert werden können.

Ein Eindruck von Katharin Phillips. Sie war als Eirene Freiwillige mit Weltwärts bis Dez. 09 in Salem Projekt, Mbale.

In Mbale, Ostuganda, gibt es ein Straßenkinderprojekt, in dem ein Mitarbeiter von Eirene arbeitet.
Im Sommer entstand die Idee, einen Umwelttag für die Kinder zu machen! Schon im Dezember wurde es konkret. Wirklich alles hat geklappt, immer noch kaum vorstellbar. Child Restoration Outreach (CRO) gibt es in 4 Städten Ugandas, doch in Mbale gibt es die meisten Straßenkinder – die meisten von ihnen kommen aus Karamoja.
Ca. 500 Kinder werden in Mbale von CRO betreut, Schulbildung wird ermöglicht, die Kinder werden durch sogenannte „Streetwalks“ dazu ermutigt, zu CRO zu kommen. Viele Kinder verdienen auf der Straße durch Betteln mehr als sie bei CRO bekommen – zumindest auf den ersten Blick. Viele Kinder sind drogenabhängig und viele schnüffeln Benzin oder Kleber. Bei CRO gibt es Essen und eine „Rehabilitation Class“ – in der die Kinder auf das Leben in der Schule vorbereitet werden. Dann wird versucht, die Kinder zurück in ihre Familien zu bringen, was sehr wichtig ist.
Jedes Kind oder jeder Jugendliche hat seine eigene harte Geschichte.

Für den Umwelttag suchte uns die Managerin von CRO 65 Kinder aus, mit denen man relativ leicht arbeiten kann. Wir wollten es ja nicht gleich übertreiben! Denn der Tag sollte auf der Farm von CRO stattfinden, mit verschiedenen Workshops und Stationen, an denen die Kinder etwas über Umwelt lernen konnten. Wir teilten die Kinder in 5 Gruppen auf. Jeder konnte einen Baum pflanzen und ein eigenes T-Shirt mit Siebdruck bedrucken. Außerdem organisierten wir einen Sinnespfad, kreative oder auch sehr praktische Aufgaben, wie z. B.  Feuerholz für den Abend sammeln. Abends gings zurück in die Stadt zu CRO,  dort machten wir Stockbrot am Lagerfeuer, Popcorn und schauten einen Film. Dann gings in die Betten – bzw auf die Matten. Nach dem Frühstück am nächsten Tag endete der Umwelttag – ein Riesenerfolg. Die Kinder machten super mit und genauso die CRO-Mitarbeiter! Betreuer waren auch einige der älteren Ex-Straßenkinder und die Verantwortung war wirklich extrem gut verteilt. Etwas, was ich bisher noch nicht so erlebt habe – oft war es so, dass wir Freiwilligen dann praktisch allein verantwortlich waren. Hier machte jeder mit, und bei den CRO-Mitarbeitern merkt man wirklich, dass sie Kinder lieben, es ist so schön sie dabei zu beobachten. In den Familien und Schulen werden die Kinder so oft geschlagen, aber wenn man die Mitarbeiter von CRO sieht, dann merkt man, wie viel Spaß ihnen der Umgang mit den kids macht. Alles ging glatt an diesem Tag und die Arbeit hatte sich echt gelohnt. Alle mochten das Stockbrot, manche hätten es allerdings lieber mit Zucker gehabt. Die Sinnesspiele, das Baumpflanzen, alles war super, sogar das Wetter hat mitgespielt!

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