Schnelle Hilfe dank einem Ambulanz-Fahrrad

Vier Kilometer Fußweg und das bei Beschwerden oder im schwangeren Zustand . Das ist in den ländlichen Gegenden Ugandas keine Seltenheit und  kann, wenn nicht schnelle medizinische Hilfe durch ein Krankenhaus erfolgt,  zum Tode führen. In diesen ländlichen Bereichen  werden die Familien und insbesondere die schwangeren Frauen durch ausgebildete, ehrenamtlich tätige Hebammen betreut.

So berichtet N. Waimbya  die leitende Traditionelle Hebamme des vom SALEM GEsundheitszentrum organisierten Dorfgesundheitsprogramms, dass die weiten Entfernungen zur nächsten Krankenstation und die mangelnden Transportmöglichkeiten für die Schwangeren und die sie betreuenden Traditionellen Hebammen im ländlichen Bereich eine große Herausforderung  darstellten. Es fanden nun gemeinsam mit SALEM Brotherhood Überlegungen statt wie ein schneller Transport in das nächstgelegenen Krankenhaus erfolgen könnte.

Die Idee des Ambulanz-Fahrrades wurde geboren. Die Umsetzung erfolgte durch Unterstützung des Vereins Tukulere Wamu e.V. aus Deutschland. Tukulere Wamu e.V. finanzierte ein  Fahrrad mit Ambulanzanhänger, das seit dieser Zeit schon 85 schwangere Frauen und ca. 50 andere Notfälle in das Krankenhaus von SALEM Brotherhood gebracht hat. Falls es unterwegs mal ganz schnell gehen muss befindet sich auf dem Transporthänger auch eine Box mit allen erforderlichen Instrumenten und Medikamente.

Die Arbeit der Traditionellen Hebammen erfolgt in Kooperation mit dem Salem Hospital. Die ehrenamtlich tätigen Hebammen  werden im Hospital von Salem Brotherhood ausgebildet. Zur stetigen Qualitätsverbesserung erhalten die Hebammen hier auch regelmäßige Auffrischungsschulungen. Die Einsätze werden dokumentiert und regelmäßig besprochen.

Fahrradambulanz

Fahrradambulanz

Für die 14 ehrenamtlich arbeitenden Traditionellen Hebammen bleibt der schnelle Notfalltransport, der über Tod oder Leben entscheiden kann auch weiterhin eine große Herausforderung. Durch die Anschaffung eines weiteren Fahrrades könnte die Versorgungslücke etwas geschlossen und die Versorgung in dem ländlichen Bereich verbessert werden.

This article has 1 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.