Ganz selbstverständlich bringen die Bauern ihre Kühe am Spätnachmittag zur Militärkaserne. Gibt es so was? Dies ist in Karamoja im Moment Alltag.

Kühe in Karamoja

Hirten treiben ihre Kühe in Karamoja © E. Kling-Prein

Nachdem der über 20-jährige Krieg in Norduganda vor wenigen Jahren endlich beendet werden konnte, konzentriert sich die Regierung im Moment auf die Friedensschaffung in Karamoja. Die ist auch dringend notwendig. Die Völker der Region Karamoja wurden bereits in der Kolonialzeit vernachlässigt. Während in Süduganda bereits Bildung angeboten wurde, herrschte in Nordostuganda noch Kriegszustand. Die stolzen Nomaden wurden bisher von keiner Regierung wirklich gefördert. Massive Waffenarsenale, kaum Bildungschancen und dementsprechent kaum Jobchancen machten diese Region mit zur Ärmsten in Uganda.

Im Moment ist der Landstrich zwar noch nicht komplett sicher, doch sicherer denn je. Auf einigen Straßen werden noch Militäreskorten empfohlen, doch die Überfälle sind jetzt rar. Doch nach wie vor gibt es in fast jeder Manjatta junge Männer, die sich zu sog. “Warriors” zusammenschließen und bevorzugt bei Vollmond versuchen die Kühe der Nachbarn zu stehlen. Dem schiebt die Regierung im Moment einen Riegel vor. In fast allen größeren Ansiedlungen ist das Militär präsent. Eine der Hauptaufgaben ist die Bewachung der Kühe der Karamajong. So treiben die Hirten jeden Spätnachmittag die Tiere in die Kraals der Soldaten um sie am folgenden Morgen wieder abzuholen.

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