Uganda gehört laut United Nation Population Fund (UNFPA) und Weltbankstatistiken zu den 15 afrikanischen Ländern (Position 11) mit der höchsten Anzahl von verheirateten Mädchen unter 18 Jahren, 46 % der Mädchen sind mit 18 Jahren bereits verheiratet, oftmals wird dies ohne Einwilligung der Braut von der Familie arrangiert. Die Ehemänner sind meist viele Jahre älter. Dabei hat Uganda ein Verfassung, die Volljährigkeit erst mit 18 Jahren gewährt und Sex mit Minderjährigen ist strafbar.

Für die jungen Bräute beginnt mit der frühen Verheiratung oftmals ein Teufelskreis. Ihre Schulbildung geht jäh zu Ende, die Familie des Mannes wird für die junge Frau zuständig, die Verbindung zur eigenen Familie wird häufig eingeschränkt oder gar abgebrochen. Schwangerschaften in viel zu jungem Alter führen häufig zu Komplikationen und sind für viele Todesfälle verantwortlich. Nur ca. 50 % der jugendlichen Schwangeren entbindet in einer Krankenstation bzw. mit Hilfe einer ausgebildeten Fachkraft. Dazu kommt die Gefahr von HIV. Der Teufelskreis geht weiter für die eigenen Kinder: Armut, Krankheit und schließlich Bildungsferne lassen auch die Töchter jugendlicher Mütter wieder viel zu früh heiraten.

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