Je weiter entfernt der Tatort, umso teurer der Polizeieinsatz.

Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs zur Schüler Brass-Band, die ihren „Proberaum“ mitten im Nirgendwo hat. Kurz vor Erreichen des Ziels steht plötzlich ein Mann neben mir und hält einen Igel in Händen. Völlig ertstaunt einen Igel hier in Uganda zu sehen halte ich an. Der Igel ist tot und ich soll ihn kaufen. Ich lehne ab und fahre weiter,
aber er läuft, noch immer den Igel anpreisend, neben mir her. Plötzlich greift er nach meiner Sonnenbrille, die ich auf dem Kopf trage und setzt sie sich auf. Je weiter entfernt der Tatort, umso teurer der Polizeieinsatz. weiterlesen

Ein Stein als Schulbank

In Uganda ist das Schulsystem anders als bei uns. Wenn man unsere Kritik am 3-gliedrigen Schulsystem betrachtet, ist es eigentlich nicht so schlecht: 7 Jahre gemeinsam zu lernen, die einen machen dann den Abschluß (für deutsches Verständnis sicher zu früh nach nur sieben Jahren Bildung), wer die Noten und vor allem das Geld hat, kann anschließend die sog. “Secondary School” für vier Jahre besuchen und erreicht im Jahr 11 schließlich einen unserer Mittleren Reife ähnlichen Abschluß. Zwei weitere Jahre führen zum Abitur, also S. 5 und S. 6.

Doch wie sieht Bildung gerade in ländlichen Regionen aus? Kürzlich besuchte ich wohl die schlechteste Schule, die ich je gesehen habe. Ein Stein als Schulbank weiterlesen

Zu Besuch bei der CWM (Catholik Workers Movement) in Uganda

Hallo zusammen,

ich bin seit dem 1.10.09 hier in Uganda und besuche als Seniorexperte Gruppen der CWM in verschidenen Diözesen. meine Aufgabe ist den Haupt- und Ehrenamtlichen zu helfen, die Strukturen und administrativen Abläufe zu optimieren. Zu Besuch bei der CWM (Catholik Workers Movement) in Uganda weiterlesen

Sonntag in einem Dorf in Uganda

Schon am Morgen unternahm ich einen Spaziergang um das SALEM-Dorf bei Mbale in Ost-Uganda und die benachbarten Ländereien. Überall fruchtbare Felder, auf denen werktags überwiegend Frauen und junge Mädchen den Boden mit der Hacke bearbeiten, auflockern und Unkraut jäten. Feldarbeit ist hier immer noch hauptsächlich Frauenarbeit. Nur selten sieht man einen Mann mit der Hacke arbeiten – ist wohl unter seiner Würde. Die Männer, die keine Arbeit in der Stadt finden – und es sind viele – sitzen herum und schwatzen. Sonntag in einem Dorf in Uganda weiterlesen

Prüfungsstress in Uganda

Brigitte Haag-Funke:

Im Oktober beginnen üblicherweise die allgemeinen landesweiten Schulprüfungen in Uganda. Die Prüfungen sind eine wichtige nationale Angelegenheit und finden in der 7. Klasse zum Ende der Grundschulzeit, in der 4.Oberschulklasse also für den mittleren Bildungsabschluss und in der 6. Oberschulklasse, also zur Hochschulreife statt. Prüfungsstress in Uganda weiterlesen

Sandflöhe und Hexerei

Sandflöhe, oder auch “jiggers” genannt, sind Plagegeister die in manchen Regionen irgendwie zum Leben dazugehören. Betroffene klagen über eine juckende Stelle meist an den Füßen oder Zehen. Nachbarn raten dann irgendwann zum Öffnen der Pustel, Tropenärzte zum chirurgischen Eingriff. Heraus kommen massenweise winzige Eier. Dann ist der Spuk meistens auch schon vorbei. Sandflöhe und Hexerei weiterlesen

Straßen und Pisten

“Wie sind die Straßen in Uganda?”, werde ich oft gefragt. Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten; denn es gibt einfach alles, von neu geteerter Straße bis zur absoluten Schlaglochpiste.

 

Piste Kitgum
auf dem Weg von Lira nach Kitgum im Norden Ugandas © J. Ehrler

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Elektronikschrott verseucht Wasser

Die Müllentsorgung steckt in Uganda wahrlich noch in den Kinderschuhen. Zwar versucht die Regierung die Müllerzeugung durch das Verbot von Plastiktüten zu reduzieren. Auf der anderen Seite gibt es neuerdings neben  Wasser auch noch Cola aus der Plastikflasche. Die Müllentsorgung ist vollkommen unzureichend und im ländlichen Bereich quasi nicht vorhanden. Elektronikschrott verseucht Wasser weiterlesen