Kampala Road zur Rush-Hour

Kampala-die Hauptstadt Ugandas. Etwa 1,3 Millionen Einwohner, zählt man die Slum-Gebiete rund um die Stadt dazu. Regierungssitz, Parlamentsgebäude, Banken Versicherungen, Geschäfte. Ein Heer von Beamten, Angestellten und Arbeitern geht dort jeden Tag seinem Job nach. Sie wohnen in der Stadt, in Außenbezirken, im Umland. Es gibt keinen öffentlichen Nahverkehr, nur Minibusse (Taxi oder Matatu genannt) mit 14 Sitzplätzen, auf denen sich aber nicht selten bis zu 18 Personen plus Schaffner drängen. Und dann die Boda-bodas (Motorrad-Taxis). Das „schnellste“ Verkehrsmittel in der Stadt, weil sie sich lärmend und drängend zwischen den Autos hindurchschlängeln. Oft nur wenige Zentimeter Abstand zu den Blechkarossen. Die wenigsten Fahrer tragen einen Helm – bei 28° leicht zu verstehen, oder weil sie sich keinen leisten können. Oft sitzen zwei Personen hinter dem Fahrer auf der Sitzbank und eine Frau hält noch ein Kleinkind, oder vorne auf dem Tank liegt ein Koffer oder eine Reisetasche. Kampala Road zur Rush-Hour weiterlesen

Ugander lernen Kaffee zu trinken

Uganda gilt neben Athiopien zum größten Kaffeeexporteur Afrikas. Ca. 50 % der Exporteinnahmen kommen davon.

Jedoch trinken die Ugander selber seit jeher Tee, wohl aus Einfluss er britischen Kolonialmacht. Am Abend dann ein Bier, lokal oder aus der Flasche.

Im Moment eröffnen allerdings immer mehr Cafés in Kampala, mit steigenden Besucherzahlen. Immer mehr Ugander genießen jetzt auch Capuchino oder andere Kaffeespezialitäten.

GUBA's CAPPUCCINO
Wer würde das in Luwero erwarten: Leckerer Capuchino
EstherPatrick
Mitarbeiter der GUBA Bäckerei in Luwero

Selbst in Luwero, einer Kleinstadt, ca. 100 km nördlich von Kampala, hat ein kleines Projekt eröffnet: Dort wird Brot gebacken, dazu Fladen und sogar Pizza und Capuchino zubereitet. Initiert wurde das GUBA Projekt, die „German Uganda Bakery“ unter deutschem Einfluß. Entwicklungshelfer der Diözese halfen das Projekt umzusetzen, finanzielle Unterstützung kam von Tukolere Wamu, gemeinsam für Eine Welt e.V.

Jüngste Abgeordnete Afrikas in Uganda

Vieles wird den Regierungen Afrikas über Un-Demokratie vorgeworfen, auch Uganda. Doch in einigen Bereichen punktet Uganda auch positiv. Im afrikanischen Vergleich hat Uganda nach Ruanda, Südafrika, Angola und Mosambik den fünfthöchsten Frauenanteil im Parlament. Jüngste Abgeordnete Afrikas in Uganda weiterlesen

Welchen Namen bekommt ein Baby

In Uganda gibt es nur selten die bei uns in Europa üblichen Familiennamen. So ist es für Fremde meist schwer festzustellen, wer zusammengehört. Für Ugander ist das nicht so schwierig, denn die Namen erinnern  meist an noch lebende oder bereits verstorbene Clanmitglieder. Die christlichen Namen werden oftmals nach dem Kalender der Heiligen, also nach den Namenstagen, vergeben. So heißen um die Weihnachtszeit geborene Jungs häuft Emmanuel oder die im März geborenen Joseph. Afrikanische Namen können auch auf den Verlauf der Schwangerschaft hinweisen oder über die Geburt berichten. Bisher war und ist es zum Großteil immer noch üblich, dass die Namen von der Familie des Vaters vergeben werden.

Doch die Zeiten ändern sich auch in Uganda. In einem Artikel der New Vision entrüstet sich der Autor über den Werteverfall und regt sich über all die Gigis, Shishas oder Lalas auf.

Kinder in Uganda
Kinder in Uganda, manche mit traditionellen, wenige mit moderne Namen

Affen als Mahlzeit

Seither war es in Uganda kaum verbreitet Affen zu essen. Im Kongo dagegen schon.  Noch gibt es ein paar Wälder außerhalb der Nationalparks wo unterschiedliche Primaten, u.a. auch Paviane und Schimpansen frei leben können. Kongolesische Flüchtlinge leben in der Region, bringen ihre Essgewohnheiten mit. Ein Großteil von Ugandas ländlicher Bevölkerung lebt in Armut, Fleisch können sich die Meisten nur selten leisten. Was liegt da näher für die ugandische Bevölkerung, als das Affenfleisch auch einmal zu probieren. Viele finden Gefallen daran,  das sie als „sweet“ bezeichnen. Jäger spezialisieren sich auf Fallenbau oder Speerwurf und erlegen die Tiere, damit sie entweder verkauft werden oder im eigenen Kochtopf landen.

Nicht zu unterschätzen ist dabei die Übertragung von Krankheiten. Schließlich sind uns gerade die Schimpansen sehr ähnlich, so auch die Viren, die sie befallen. Beim sehr gefährlichen Ebolavirus liegt die Gefahr sehr nahe, dass es durch wilde Tiere, wahrscheinlich Meerkatzen übertragen wurde. Doch die Jäger scheinen diese Gefahr nicht zu fürchten. Dabei ist nicht unbedingt der Verzehr infizierten Fleisches gefährlich, sondern eher die Gefahr sich gerade bei kranken Tieren anzustecken, und dies ist gerade bei der Jagd gut möglich. Schließlich kratzen und beißen sie gerne wJäger spezialiseenn sie in Gefahr sind.

Frauen Boxen

Wenn man in Uganda nach Sportarten frägt, die Mädchen und Frauen gerne machen, hört man meist von Netball. Dies wird vor allem in vielen Schulen angeboten. Doch nun haben Frauen das Boxen entdeckt. Vor allem junge Frauen in den Slumgebieten Kampalas finden daran Gefallen. Neben der sportlichen Fitness bringt es den jungen Damen ein Stück Sicherheit gebenüber den Männern, aber auch ein kleines Einkommen bei Wettkämpfen. Trainiert wird v.a. in den Hinterhöfen von Kampalas Vorstadt.

Ein Ofen aus Lehm

von Michaela Wolff, Freiwillige von EIRENE in SALEM Uganda

Ein Lehmofen entsteht
Ein Lehmofen entsteht

Wir (die Eirene-Freiwilligen+Betreuer) treffen uns an Florences Haus. Gemeinsam mit
einer Herdbauerin, die ich im Umfeld von SALEM auftreiben konnte, wollen wir an diesem Tag einen „energiesparenden Herd mit Kamin“ bauen.
Durch die Wahlen wurde das Zwischenseminar der Eirene Freiwilligen, das üblicherweise dem Austausch und der Reflexion des bisher Erlebten dient, verlängert und bietet so auch Gelegenheit für Praktisches.
Im Vorfeld hatte Florence, wie geordert, Erde besorgt und Kuhdung gesammelt.
Irgendetwas ist jedoch falsch gelaufen und der Kuhdung ist mit Steinen durchsetzt. Aber
ich bin ja schließlich hier um neue Lebenserfahrungen zu machen…! Also werden erst
einmal die Steine entfernt. Später wird die kleingeklopfte Erde mit dem Kuhdung und
Wasser vermischt und man merkt, wie es den Freiwilligen zunehmend Spaß macht in der matschigen Pampe zu wühlen. Sigmund Freud lässt grüßen!
Für die anwesenden Afrikanerinnen ist es sicher ein lustiger Anblick, alle diese Weißen,
die singend den Lehm mit ihren Füßen vermischen oder mit den Händen kneten. So etwas bekommen sie nicht alle Tage geboten! Ein Ofen aus Lehm weiterlesen

Milleniumsentwicklungsziele

Schüler einer Primarschule in Uganda
Schüler einer Primarschule in Uganda

Die Armut bis zum Jahr 2015 zu halbieren ist weltweit das Ziel im Rahmen der Millenuiumsentwicklungsziele. Beschlossen wurde es im Jahr 2000 von 189 Nationen im Rahmen der Milleniumsentwicklungskonferenz der Vereinten Nationen in New York. Uganda nimmt die Ziele sehr ernst und ist auf einem guten Weg. Milleniumsentwicklungsziele weiterlesen

Schnelle Hilfe dank einem Ambulanz-Fahrrad

Vier Kilometer Fußweg und das bei Beschwerden oder im schwangeren Zustand . Das ist in den ländlichen Gegenden Ugandas keine Seltenheit und  kann, wenn nicht schnelle medizinische Hilfe durch ein Krankenhaus erfolgt,  zum Tode führen. In diesen ländlichen Bereichen  werden die Familien und insbesondere die schwangeren Frauen durch ausgebildete, ehrenamtlich tätige Hebammen betreut. Schnelle Hilfe dank einem Ambulanz-Fahrrad weiterlesen

Kommt der 7.milliardste Erdenbürger aus Uganda?

Der Frage nach dem 7. milliardsten Erdenbürger wurde diese Woche nachgegangen und dabei wurden Bevölkerungsdaten aktualisiert und veröffentlicht. So wächst Ugandas Bevölkerung laut dem neuesten UNFPA-Bericht derzeit um 1 Million pro Jahr. Das Wachstum reduzierte sich allerdings von 3.3 % (2010) auf 3,1 % in 2011. Im Moment leben 34,5 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land. Damit hat Uganda gemeinsam mit Tansania das höchste Bevölkerungswachstum in Ostafrika. Zum ersten Mal seit 40 Jahren beträgt die Kinderzahl pro Frau weniger als 6 (5,9). Auch die Lebenserwartung stieg von 53,4   auf 54,8.

In Uganda gibt es eine Vielzahl an Angeboten zur Familienplanung. Doch nach wie vor ist der Wunsch nach vielen Kindern vorherrschend, vor allem bei den Männern. Dabei sollen Kinder die Altersversorgung der Eltern sichern, und der Präsident wünscht sich viele Wählerstimmen.

Doch den wohl größten Wandel in der Kinderzahl erreicht die Bildung. So haben Mächen mit guter Bildung bereits jetzt wesentlich  weniger Kinder als solche, die die Schule abgebrochen haben.