Urlaub in Uganda besser als in Spanien

Rhinos in Uganda
Rhinos in Uganda

Ein Urlaub in Uganda sei besser als in Spanien, wo es im Sommer heiß und feucht sei, so urteilte Ugandas Präsident kürzlich. Er hatte Spanien erlebt und konnte sich augenscheinlich nicht dafür begeistern.

Doch was fehlt ist Tourismusförderung. Die Agentur für Tourismusförderung soll deshalb umbenannt werden in „Agentur für Tourismusunterdrückung“, fügte Museveni in der Tageszeitung „New Vision“ ironisch an.

Uganda hat in der Tat einiges zu bieten. Im Vergleich zu Nationalparks in den Nachbarländern, kann Uganda mit einer fantastischen Landschaft aufwarten, Berge bis über 5.000 m, Seen und schließlich der Nil. Im Murchisonfall Nationalpark findet die Safari sowohl auf dem Boot als auch im Jeep statt. Zu Fuß kann dann zu den grandiosen Wasserfällen gewandert werden. All dies ist in der Serengeti, in Masai Mara etc. nicht möglich. Schließlich gibt es eine ethnische Vielfalt mit vielen kulturellen Identitäten, freundlichen Menschen und viel Potential persönlich ins Gespräch zu kommen.

Im Moment gibt es für Kurzentschlossene noch freie Plätze für die Projekt- und Begegnungsreise nach Uganda im Januar 2015. In Kooperation mit dem Verein Tukolere Wamu e.V. und SALEM International können so Projekte besucht, Menschen kennengelernt und die Naturschönheiten des Landes besucht werden.

Kein Grund zur Panik vor Ebola in Ostafrika

Gorillas im Mgahinga Nationalpark
Gorillas im Mgahinga Nationalpark in Uganda

Derzeit herrscht eine wahre Panik vor Ebola. Im Moment sind 3 der 55 Länder Afrikas mit mehr als einem Ebolafall betroffen. Alle befinden sich im Westen des Kontinents.

Doch was haben nun Tansania, Kenia oder Uganda mit dem Ebolaausbruch zu tun? Warum werden ca. 30 % der Reisen nach Tansania storniert?

Warum ziehen sich Investoren aus ganz Afrika zurück?

Letzte Woche ließ ich Schüler einer 7. Klasse die Distanz zwischen Liberia und Uganda ausmessen und dann auf Europa übertragen. Heraus kam die Entfernung von Irland bis Weissrussland. Dazuhin gibt es kaum Direktflüge zwischen Ost- und Westafrika. Die wenigen Verbindungen sind von Kamerun oder Ghana nach Nairobi oder Äthiopien. Bliebe noch der Landweg für eine Ansteckung: Beim fast nicht vorhandenen Straßennetz durch den Kongo fällt diese Route schon mal weg, in der Zentralafrik. Republik herrscht Bürgerkrieg und auch sonst würde die Reise länger als die Inkubationszeit dauern.

DSC_0319_0232
Kinder in Ostuganda

Allerdings sind die nicht betroffenen Länder Afrikas gut vorbereitet. Schon im August musste jeder ankommende Fluggast aus Europa in Ruanda einen Fragenbogen zu Ebola ausfüllen, in Kenia wurde die Körpertemparatur gemessen.

Doch es gab in der Tat immer wieder Ausbrüche von Ebola oder dem ähnlichen Marburgvirus in den letzten 14 Jahren in Uganda. Bei den ersten Ausbrüchen herrschte auch dort die Panik. Traditonen wurden von den internationalen Helfern nicht beachtet und es kam zu Vermutungen seitens der ugandischen Bevölkerung, bishin zum Verdacht des Organhandels, was anhand der Schutzanzüge der Pfleger und dem Verbot die Toten zu sehen, kaum verwunderlich ist. Doch inzwischen ist das Land gut vorbereitet. Innerhalb von 24 bis max. 48 Stunden können Verdachtsfälle diagnostiziert  und Kontaktpersonen isoliert werden. Traditionen, die die Verbreitung der Erkrankung förderten, wie das gemeinschaftliche Waschen von Toten, wurden eliminiert. Das Krankenhauspersonal wurde geschult. Nun stellt Uganda nicht nur medizinisches Personal für die Ebola Bekämpfung in Westafrika, sondern auch Know How für die Eindämmung der Seuche.

Zuletzt war eine Person an Marburgvirus erkrankt, Anfang Oktober 2014. Niemand wurde angesteckt. Dass Uganda Mitte des Monats wieder als frei von Marburg-Virus ernannt wurde, stand in keiner internationalen Zeitung, lediglich die ugandische Presse wies darauf hin.

 

 

Zum Friseur in Uganda

Die Armutsrate liegt in Uganda bei ca. 25 %. Da könnte man sich vorstellen, dass alles das nicht lebensnotwenig ist, in den Hintergrund gestellt wird. Doch wenn es um die Haare der Frauen geht, ist dem nicht so. Das Geschäft mit der Schönheit boomt, vor allem in der Hauptstadt Kampala. Viele Frauen verdienen sich mit dem Friseurgeschäft ihren Lebensunterhalt. Doch auch auf dem Land ist die Schönheit wichtig. Einbisschen Emazipation ist auch dabei. Schließlich machen sich die Frauen nicht nur für die Manner schön und vor allem muss die Schönheit finanziert werden.

Air Uganda fliegt nicht mehr

Air Uganda hatte in den letzten Jahren Flüge nach Nairobi, Dar es Salaam, Bujumbura, Kigali, Mogadishu, Kilimanjaro, Mombasa and Juba angeboten. Eigene Flugzeuge hatten sie nicht, sie waren geleast. Doch in letzter Zeit häuften sich die Probleme. Nun führte ein Audit der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, dazu, dass die Fluggesellschaft den Flugbetrieb nicht aufrecht erhalten kann.

Die Airline will nicht aufgeben, eine Re-Zertifizierung wird angestrebt.

Krokodile als Menschenfresser

Fischer am Victoriasee
Die Fischer am Victoriasee leben heutzutage gefährlich, die Krokodile haben Hunger @ E. Kling-Prein

Zunächst klang es wie eine Medieninszenierung: „Riesenkrokodil frisst Menschen“. Doch die Vorkommnisse häufen sich.  Angeblich sind 10 Todesfälle durch Krokodile pro Monat zu vermelden. Als Ursache wurde die zunehmende Überfischung identifiziert. So haben die Krokodile nicht mehr genug zu fressen und suchen sich die Nahrung nahe am Ufer. Da trifft es dann die Fischer in ihren Kanus und Einbäumen.

Doch  zum Glück werden die bis zu einer Tonne schweren Tiere nicht mehr einfach getötet (wenn die Fischer das auch oftmals am liebsten täten), Ranger bemühen sich die Tiere in den Nationalpark zu bringen, wo sie von Touristen bestaunt werden können.

Gefängnisaufstand in Norduganda

Die Vorstellung selber oder einen lieben Bekannten in Uganda im Gefängnis zu sehen, lässt mich ziemlich erschaudern. Dabei fallen mir zuerst Zustände ein wie: Überfüllung der Zellen, oftmals jahrelanges Warten auf die Verhandlung, schlechte Ernähung und katastrophale hygienische Bedingungen.

Gefängnistanzgruppe
Gefängnistanzgruppe bei ihrem monatlichen Auftritt für alle rund 700 Insassen

Gefängnisaufstand in Norduganda weiterlesen

Im Winter nach Uganda

Vom 9. bis zum 25. Januar gibt es wieder eine Möglichkeit nach Uganda zu reisen. Gemeinsam mit anderen Afrika-Interessierten organisiert Tugende Begegnungsreisen UG wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Besuch von Projekten, vielen Begegnungen aber auch Eintauchen in die wunderschöne Natur Uganda. Mehr im Programm der Reise.

Uganderinnen heiraten früh

Uganda gehört laut United Nation Population Fund (UNFPA) und Weltbankstatistiken zu den 15 afrikanischen Ländern (Position 11) mit der höchsten Anzahl von verheirateten Mädchen unter 18 Jahren, 46 % der Mädchen sind mit 18 Jahren bereits verheiratet, oftmals wird dies ohne Einwilligung der Braut von der Familie arrangiert. Die Ehemänner sind meist viele Jahre älter. Dabei hat Uganda ein Verfassung, die Volljährigkeit erst mit 18 Jahren gewährt und Sex mit Minderjährigen ist strafbar. Uganderinnen heiraten früh weiterlesen

Kampala Road zur Rush-Hour

Kampala-die Hauptstadt Ugandas. Etwa 1,3 Millionen Einwohner, zählt man die Slum-Gebiete rund um die Stadt dazu. Regierungssitz, Parlamentsgebäude, Banken Versicherungen, Geschäfte. Ein Heer von Beamten, Angestellten und Arbeitern geht dort jeden Tag seinem Job nach. Sie wohnen in der Stadt, in Außenbezirken, im Umland. Es gibt keinen öffentlichen Nahverkehr, nur Minibusse (Taxi oder Matatu genannt) mit 14 Sitzplätzen, auf denen sich aber nicht selten bis zu 18 Personen plus Schaffner drängen. Und dann die Boda-bodas (Motorrad-Taxis). Das „schnellste“ Verkehrsmittel in der Stadt, weil sie sich lärmend und drängend zwischen den Autos hindurchschlängeln. Oft nur wenige Zentimeter Abstand zu den Blechkarossen. Die wenigsten Fahrer tragen einen Helm – bei 28° leicht zu verstehen, oder weil sie sich keinen leisten können. Oft sitzen zwei Personen hinter dem Fahrer auf der Sitzbank und eine Frau hält noch ein Kleinkind, oder vorne auf dem Tank liegt ein Koffer oder eine Reisetasche. Kampala Road zur Rush-Hour weiterlesen

Ugander lernen Kaffee zu trinken

Uganda gilt neben Athiopien zum größten Kaffeeexporteur Afrikas. Ca. 50 % der Exporteinnahmen kommen davon.

Jedoch trinken die Ugander selber seit jeher Tee, wohl aus Einfluss er britischen Kolonialmacht. Am Abend dann ein Bier, lokal oder aus der Flasche.

Im Moment eröffnen allerdings immer mehr Cafés in Kampala, mit steigenden Besucherzahlen. Immer mehr Ugander genießen jetzt auch Capuchino oder andere Kaffeespezialitäten.

GUBA's CAPPUCCINO
Wer würde das in Luwero erwarten: Leckerer Capuchino
EstherPatrick
Mitarbeiter der GUBA Bäckerei in Luwero

Selbst in Luwero, einer Kleinstadt, ca. 100 km nördlich von Kampala, hat ein kleines Projekt eröffnet: Dort wird Brot gebacken, dazu Fladen und sogar Pizza und Capuchino zubereitet. Initiert wurde das GUBA Projekt, die „German Uganda Bakery“ unter deutschem Einfluß. Entwicklungshelfer der Diözese halfen das Projekt umzusetzen, finanzielle Unterstützung kam von Tukolere Wamu, gemeinsam für Eine Welt e.V.