Gefängnisaufstand in Norduganda

Die Vorstellung selber oder einen lieben Bekannten in Uganda im Gefängnis zu sehen, lässt mich ziemlich erschaudern. Dabei fallen mir zuerst Zustände ein wie: Überfüllung der Zellen, oftmals jahrelanges Warten auf die Verhandlung, schlechte Ernähung und katastrophale hygienische Bedingungen.

Gefängnistanzgruppe
Gefängnistanzgruppe bei ihrem monatlichen Auftritt für alle rund 700 Insassen

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Im Winter nach Uganda

Vom 9. bis zum 25. Januar gibt es wieder eine Möglichkeit nach Uganda zu reisen. Gemeinsam mit anderen Afrika-Interessierten organisiert Tugende Begegnungsreisen UG wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Besuch von Projekten, vielen Begegnungen aber auch Eintauchen in die wunderschöne Natur Uganda. Mehr im Programm der Reise.

Ugandas aktuelle Entwicklung

Seit Ende der Diktaturen Amins und Obotes entwickelt sich Uganda gut weiter. Doch diese Periode, genauer gesagt, seit der Regierungsübernahme von Yoweri Museveni im Januar 1986, dauert nun ja schon 27 Jahre an. Verständlich, dass es in einem so langen Zeitraum viele Auf´s und Ab´s gibt.

Nun zu den neueren Entwicklungen:

Im Finanzjahr 2011/12 spürte auch Ugandas Wirtschaft die weltweite Krise, dazu interne Probleme, schlechte Ernten und Post-Wahl-Konflikte.

Die Entwicklung stagnierte im Industriesektor, Handel, Finanzservice, Gesundheit und Bildung. Nur leichte Wachstumsraten waren in den Bereichen Bau und Landwirtschaft zu vermelden. Gut hingegen entwickelten sich die sog. „Cash-Crops“, v.a. aufgrund der guten Kaffeeproduktion, dieser Wirtschaftszweig zeigte ein Plus von 16,2 %. Ein Wachstum des  Hotel- und Restaurantwesen konnte aufgrund des Zuwachses in der Tourismusbranche (ein Plus von 20,6 %) verzeichnet werden. Dies hat sicher mit der Nominierung Ugandas vom Reiseführer „Lonely planet“ zum beliebtesten Reiseland 2012 zu tun.

Quelle: Uganda´s economic outlook Ugandas aktuelle Entwicklung weiterlesen

Wieder Kämpfe im Ostkongo

Die humanitäre Situation im Ostkongo hat sich in letzter Zeit dramatisch verschlechtert. Einde 2012 flohen 150.000 Menschen vor den Kriegshandlungen, damit erreichte die Zahl der Flüchtlinge eine Million.

Seit Jahren wird im Ostkongo gekämpft, mal mehr, mal weniger. Immer wieder werden junge Menschen gezwungen als Kämpfer die Rebellen zu unterstützen. Die Rebellen nutzen eine verheerende Kriegswaffe: Die Vergewaltigungen von Mädchen und Frauen sind an der Tagesordnung. Im Moment finden viele Flüchtlinge Zuflucht in einem Camp in Goma. Doch auch hier sind die Menschen nicht sicher, einige Frauen wurden beim Feuerholz oder Wasser holen erneut vergewaltigt.

Doch viele flüchten auch nach Uganda. In Bubukwanga wurde ein Übergangslager eingerichtet, die Kapazität beträgt 25.000 Menschen. Doch bereits jetzt ist das Lager überfüllt, es soll auf eine Kapazität von 66.000 Menschen erweitert werden. Das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen unterstützen die Hilfesuchenden.

Uganderinnen heiraten früh

Uganda gehört laut United Nation Population Fund (UNFPA) und Weltbankstatistiken zu den 15 afrikanischen Ländern (Position 11) mit der höchsten Anzahl von verheirateten Mädchen unter 18 Jahren, 46 % der Mädchen sind mit 18 Jahren bereits verheiratet, oftmals wird dies ohne Einwilligung der Braut von der Familie arrangiert. Die Ehemänner sind meist viele Jahre älter. Dabei hat Uganda ein Verfassung, die Volljährigkeit erst mit 18 Jahren gewährt und Sex mit Minderjährigen ist strafbar. Uganderinnen heiraten früh weiterlesen

Kampala Road zur Rush-Hour

Kampala-die Hauptstadt Ugandas. Etwa 1,3 Millionen Einwohner, zählt man die Slum-Gebiete rund um die Stadt dazu. Regierungssitz, Parlamentsgebäude, Banken Versicherungen, Geschäfte. Ein Heer von Beamten, Angestellten und Arbeitern geht dort jeden Tag seinem Job nach. Sie wohnen in der Stadt, in Außenbezirken, im Umland. Es gibt keinen öffentlichen Nahverkehr, nur Minibusse (Taxi oder Matatu genannt) mit 14 Sitzplätzen, auf denen sich aber nicht selten bis zu 18 Personen plus Schaffner drängen. Und dann die Boda-bodas (Motorrad-Taxis). Das „schnellste“ Verkehrsmittel in der Stadt, weil sie sich lärmend und drängend zwischen den Autos hindurchschlängeln. Oft nur wenige Zentimeter Abstand zu den Blechkarossen. Die wenigsten Fahrer tragen einen Helm – bei 28° leicht zu verstehen, oder weil sie sich keinen leisten können. Oft sitzen zwei Personen hinter dem Fahrer auf der Sitzbank und eine Frau hält noch ein Kleinkind, oder vorne auf dem Tank liegt ein Koffer oder eine Reisetasche. Kampala Road zur Rush-Hour weiterlesen

Ugander lernen Kaffee zu trinken

Uganda gilt neben Athiopien zum größten Kaffeeexporteur Afrikas. Ca. 50 % der Exporteinnahmen kommen davon.

Jedoch trinken die Ugander selber seit jeher Tee, wohl aus Einfluss er britischen Kolonialmacht. Am Abend dann ein Bier, lokal oder aus der Flasche.

Im Moment eröffnen allerdings immer mehr Cafés in Kampala, mit steigenden Besucherzahlen. Immer mehr Ugander genießen jetzt auch Capuchino oder andere Kaffeespezialitäten.

GUBA's CAPPUCCINO
Wer würde das in Luwero erwarten: Leckerer Capuchino
EstherPatrick
Mitarbeiter der GUBA Bäckerei in Luwero

Selbst in Luwero, einer Kleinstadt, ca. 100 km nördlich von Kampala, hat ein kleines Projekt eröffnet: Dort wird Brot gebacken, dazu Fladen und sogar Pizza und Capuchino zubereitet. Initiert wurde das GUBA Projekt, die „German Uganda Bakery“ unter deutschem Einfluß. Entwicklungshelfer der Diözese halfen das Projekt umzusetzen, finanzielle Unterstützung kam von Tukolere Wamu, gemeinsam für Eine Welt e.V.

Jüngste Abgeordnete Afrikas in Uganda

Vieles wird den Regierungen Afrikas über Un-Demokratie vorgeworfen, auch Uganda. Doch in einigen Bereichen punktet Uganda auch positiv. Im afrikanischen Vergleich hat Uganda nach Ruanda, Südafrika, Angola und Mosambik den fünfthöchsten Frauenanteil im Parlament. Jüngste Abgeordnete Afrikas in Uganda weiterlesen

Warmes Wasser durch Solarenergie

Im ländlichen Uganda ist die Infrastuktur ein Problem. Viele Menschen leben auf ihren Höfen, Stromleitungen und Wasserleitungen sind kaum möglich. Hier sind Solaranlagen oftmals die einzige Chance um Strom zu haben. Dabei sind die Menschen bescheiden, eine Glühlampe für Licht bringt schon eine immense Verbesserung der Lebensumstände, wenn dann noch das Mobiltelefon geladen werden kann, ist die Welt schon relativ in Ordung. Mancher entwickelt daraus sogar noch eine Einnahmequelle und bietet Nachbarn gegen Bezahlung an die Handys zu laden.

Doch auch für Warmwasser eignet sich Solarenergie. Solch eine Anlage ist relativ einfach zu konstruieren. Doch wozu warmes Wasser, die Bevölkerung wäscht sich seit jeher mit kaltem Wasser? Neben Gästehäusern und Hotels nutzt die Technik auch Schulen etwas. Denn so erwärmtes Wasser braucht nur noch wenig Feuerholz um zum Kochen gebracht zu werden. Damit wird die Umwelt geschont.

Keine Beförderung für übergewichtigte Polizisten

Eigentlich sind viele Ugander stolz darauf, wenn sie ein paar Kilos mehr auf die Waage bringen. Ein beliebter Gruß ist „You have grown fat! “ was soviel heissen soll wie „Du siehst gut und gesund aus“!

Beamte mit einem dicken Bauch waren seither stolz darauf, man nennt es gar „Regierungsbauch“, in der Annahme, dass die Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen viel sitzen und gerne gut essen. Doch der Hintergedanke ist dabei auch dass das Verb „to eat“ noch einen anderen Sinn hat, die Korruption.

Leider sind die Staatsdiener zumindest auf den unteren Ebenen in Uganda so schlecht bezahlt, dass sie sich kaum einen „Regierungsbauch“ leisten können.

Ganz ungewöhnlich für diese Kultur ist nun eine Initiative, die die Polizisten ermahnt überflüssiges Gewicht abzunehmen.

Ob es hier vielleicht tatsächlich um Qualitätsverbesserung geht, im Sinne von Sportlichkeit die eine bessere Jagd auf Verbrecher möglich macht?